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160 Paar Schuhe gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Installation zum 25. November
Gemeinsam mit den verschiedenen Gruppen des Feministischen Forums rückte IBIS e.V. vergangenen Samstag (28.11.) das Ausmaß von tödlichen Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen in den Fokus.
Eine Installation auf dem Schloßplatz führte mit 160 Schuhpaaren vor Augen, wie viele Frauen und Mädchen alleine in diesem Jahr in Deutschland Opfer von Femiziden wurden. Damit wird an eine weltweite Tradition des feministischen Gedenkens angeknüpft und die Forderung von lateinamerikanischen Feminist_innen „ni una menos“ (Keine mehr!) aufgegriffen. Diese Forderung ist in den letzten Jahren millionenfach auf die Straße getragen worden.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist alltäglich. Statistisch ist nachgewiesen, dass Gewalt an Frauen und Mädchen zum größten Teil von Tätern aus dem nahen Umfeld ausgeübt wird. Dabei sind Bildungsschicht, finanzielle Absicherung oder Alter völlig egal.
Die emotionalen Abhängigkeiten im nahen Umfeld machen es besonders schwierig, sich gewaltvollen Beziehungen zu entziehen. Die Betroffenen belasten häufig Gefühle von (Mit-)Schuld, Scham und Ängsten. Doch zu Unrecht! Egal wie krisenhaft die Zeiten sind – diese Gewalt ist nie zu rechtfertigen! Nicht die Betroffenen tragen die Verantwortung für die Gewalt, die sie erleben!
In Krisen werden viele Missstände, die in unserer Gesellschaft existieren, wie unter einem Brennglas, sichtbarer und deutlicher. So ist es auch mit der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die aus Sicht der Pandemiebekämpfung sinnvolle Aufforderung: „Bleiben Sie zu Hause!“ kann bedeuten, eingesperrt zu sein, in einer nahen Beziehung psychischer sexualisierter und körperlicher Gewalt ausgesetzt zu sein, isoliert und ohne Kontakte. So bekommt das Umfeld noch weniger mit, Betroffene können sich schwerer entziehen oder Hilfe holen.
Bei IBIS e.V. es folgende Angebote:
Antidiskriminierungstelle von IBIS e.V. 0441 – 920582 28
Argumentationstrainings gegen Sexismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus, mehr Infos hier (https://ibis-ev.de/…/gegen-diskriminierung-und…/)
In Oldenburg gibt es folgende Hilfsangebote und Beratungsstellen:
BISS – Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt: Tel. 0441-2353798
Olena – Beratungsstelle für gewaltbetroffene Migrantinnen und weibliche Flüchtlinge: olena.beratung@web.de Tel. 0441-235-2490
Wildwasser – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen: www.wildwasser-oldenburg.de Tel. 0441-16656
Autonomes Frauenhaus: www.frauenhaus-oldenburg.de Tel. 0441-47981
Trans-Beratung OL: weser-ems@trans-recht.de Tel. 0160-588907

 

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