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Herzlich willkommen!

Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über die Flüchtlings- und Migrationsberatung, das Psychosoziale Zentrum (PSZ), die Medizinische Flüchtlingshilfe und das Flüchtlingscafé bei IBIS e.V.

Flüchtlings- und Migrationsberatung 

Bild Beratung

Menschen verlassen ihr Herkunftsland aus verschiedenen Gründen. Vor allem fliehen sie vor Krieg, Gewalt, Unterdrückung, politischer Verfolgung und Ausbeutung. IBIS e.V. leistet eine Unterstützung für Menschen im und nach dem Asylverfahren und berät und begleitet sie. Auch Migrant_innen, die kein Asylverfahren durchlaufen, werden bei IBIS e.V. beraten.

Wir setzen uns für Menschenrechte und ein faires Asylverfahren ein und positionieren uns gegen diskriminierende Regelungen gegen Asylsuchende und Migrant_innen.

Unsere Angebote sind für die Klient_innen kostenfrei und werden aus verschiedenen Projektmitteln und Spenden teilfinanziert und zusätzlich auf Refinanzierungen aus dem Regelsystem angewiesen. Unser Team ist multiprofessionell, mehrsprachig organisiert und berät vertrauensvoll und als freier Bildungs- und Beratungsträger staatlich unabhängig und anonym.    

Beratungsangebote bei IBIS e.V.

Beratung findet in den Räumen von IBIS e.V. und im Rahmen unserer mobilen Beratung im Nordwesten Niedersachsens statt. Hier finden Sie unsere Beratungs- und Unterstützungsangebote:

  • Beratung zum Asylverfahren, Aufenthalts- und Sozialrecht
  • Psychosoziale Beratung, psychologische Beratungsgespräche und Therapie im Psychosozialen Zentrum (PSZ)
  • Begleitung und Übersetzung bei Gesprächen mit Behörden, Anwält_innen, Ärzt_innen etc.
  • Übersetzung und Erklärung von Bescheiden, Benachrichtigungen und Rechtsbehelfen
  • Vermittlung an soziale Institutionen und Fachdienste
  • Unterstützung bei Perspektivenfindungen durch Einzel-, Familien- und Gruppenberatung
  • Beratung bei Fragen zur Gesundheitsversorgung
  • Mediation in Konfliktsituationen
  • Kontaktvermittlung zu Angehörigen
  • Wohnungsberatung
  • Zusammenarbeit mit (über-)regionalen Netzwerken und Initiativen in der Asyl-, Flüchtlings- und Migrationsarbeit sowie mit Kommunen, Verbänden, Migrant_innenselbstorganisationen, Kirchen, Ärzt_innen und Anwält_innen

Zusätzlich bieten wir im Rahmen unserer Medizinischen Flüchtlingshilfe für Menschen ohne Papiere Beratung sowie Unterstützung bei der Gesundheitsversorgung an. Die Gespräche sind selbstverständlich vertraulich und anonym.

 

Sprachen in der Beratung

Die Beratung findet bei IBIS e.V. in den Sprachen Arabisch, Darī, Deutsch, Englisch, Fārsī, Französisch und Kurdisch statt. Zudem sprechen Mitarbeiter_innen von uns Armenisch, Bulgarisch, Norwegisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch. Außerdem besteht Kontakt zu zahlreichen ehrenamtlich Engagierten, sodass Beratungsgespräche und Übersetzungen auch in weiteren Sprachen möglich sind.

 

Unsere Ziele und Position

Hauptziel unserer Beratung ist die gemeinsame, auf den Einzelfall bezogene Entwicklung einer sicheren Aufenthalts- und Lebensperspektive. Gemeinsam mit unseren Klient_innen suchen wir nach Lösungen für Problemstellungen und informieren sie zu ihren rechtlichen Möglichkeiten. Dafür bieten wir einen ruhigen und geschützten Raum für ihr Anliegen und ein professionell geführtes Beratungsgespräch. Die Haltung unserer Berater_innen ist parteilich und anerkennend.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt traumatisierten sowie unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden. Diese unterstützen wir in der Flüchtlingsberatung und dem Psychosozialen Zentrum (PSZ) bei IBIS e.V.

Bund, Länder, Städte und Kommunen stehen in der Verantwortung, die Aufnahme von Schutzbedürftigen menschenrechtsorientiert zu gestalten. Staatliche Regelungen müssen dahingehend organisiert werden, wie das Bundesverfassungsgericht am 18.07.2012 festhielt: „Die in Art. 1 Abs. 1 GG garantierte Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.“

Wir sprechen uns deshalb gegen die Unterbringung in Sammelunterkünften, restriktive Asyl- und Aufenthaltsgesetzgebung sowie das Asylbewerberleistungsgesetz aus – und machen uns stark für eine dezentrale Unterbringung und eine gleiche soziale, kulturelle und politische Teilhabe als Förderung der Persönlichkeitsrechte und der sozialen Integration.

Neben der Beratung zählt politische Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für geflüchtete Menschen und Migrant_innen zu den wichtigsten Aufgaben der Beratung von IBIS e.V. Dabei steht im Vordergrund, unsere Klient_innen in ihren Stärken zu unterstützen und Räume bzw. Möglichkeiten für Selbstbestimmung und -vertretung zu schaffen.

Das Angebot der Migrationsberatung in Friesland, können Sie der Seite Friesland entnehmen.

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.

Flüchtlings- und Migrationsberatung

Klävemannstr. 16

26122 Oldenburg

Telefon
0441-920582 20
E-Mail
asyl@ibis-ev.de
Offene Sprechzeiten

Dienstag:      10:00-12:00

Mittwoch:     10:00-12:00

Donnerstag: 10:00-12:00

Freitag:          10:00-12:00

Und nach Vereinbarung.

Die offenen Sprechzeiten sind für kurze Gespräche da. Besucher_innen bitten wir, alle notwendigen Unterlagen wie z.B. Briefe mitzubringen, wenn diese Beratungsthema sind.

Da es in den offenen Sprechzeiten zu längeren Wartezeiten kommen kann, empfehlen wir telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Besonders bei dringenden und komplexen Problemstellungen, vereinbaren Sie besser telefonisch einen Termin.

Wir werden gefördert von:

Psychosoziales Zentrum

PSZ Logo

Im Psychosozialen Zentrum bieten wir für geflüchtete Menschen und Opfer von Folter oder Gewalt eine pädagogische und psychologische Beratung und Begleitung sowie verschiedene Entlastungsangebote und Therapiemöglichkeiten an.

Menschen, die durch ihre Vertreibung und Flucht sowie durch erschwerte Lebensbedingungen in Deutschland vielfältigen Belastungen ausgesetzt sind, können Hilfsangebote im Psychosozialen Zentrum wahrnehmen und in einer vertrauensvollen Atmosphäre gemeinsam nach Wegen für eine Zukunftsperspektive suchen sowie an Bewältigungsmöglichkeiten für ihre traumatisierenden Erfahrungen arbeiten.

Wer sich für unsere Angebote im PSZ interessiert, kann sich anonym und unkompliziert bei uns in der Kaiserstraße 14 im Empfangsraum des PSZ informieren.

Unsere Angebote im Psychosozialen Zentrum

  • Beratung für geflüchtete Menschen (mit einem professionellen psychosozialen Beratungsansatz)
  • Psychotherapeutische Gespräche mit Psycholog_innen
  • Therapieangebote- und Vermittlungen
  • Ambulante Krisenintervention
  • Stabilisierende Entlastungsangebote

Manche Angebote können wir in den Muttersprachen unserer Klient_innen anbieten. Darüber hinaus arbeiten wir mit zur Verschwiegenheit verpflichteten und von uns gecoachten Übersetzer_innen zusammen.
Wir sind vernetzt in Oldenburg und Umgebung und kooperieren mit weiteren Institutionen, Vereinen, Psychotherapeut_innen, Ärzt_innen etc.
Die Anliegen unserer Besucher_innen im Psychosozialen Zentrum werden selbstverständlich vertraulich und datengeschützt behandelt.

 

Zugangswege zum Psychosozialen Zentrum für geflüchtete Menschen

 Der Weg zu unseren Angeboten ist niedrigschwellig und einfach gestaltet:

  • Zeitnaher Termin für ein Erstgespräch in den Räumen des PSZ
  • Bereitstellung von Übersetzer_innen, falls notwendig
  • Besprechung der aktuellen Situation sowie des Bedarfs an Unterstützung
  • Vereinbarung des weiteren gemeinsamen Vorgehens

Wenn nötig, helfen wir bei der Vermittlung an andere ambulante oder stationäre Angebote oder Beratungsstellen.

 

Entlastende und stabilisierende Angebote im Psychosozialen Zentrum

Im PSZ werden verschiedene Angeboten bereitgehalten, die unkompliziert genutzt werden können. Zu den Angeboten und zur kostenlosen Anmeldung für Klient_innen können wir gerne in der offenen Sprechstunde, telefonisch oder per Email informieren.

 

Aktuell bieten wir an

Kunstprojekt – mit Farbe und Pinsel den eigenen Gefühlen und dem Erlebtem Ausdruck verleihen.

Yoga / Theater – Gesundheit und Fitness für den Körper, Harmonie für Geist und Seele.

Trommelkurs – Trommeln aktiviert die Lebensfreude und die Kreativität. Das Spiel in der Gruppe ist lebensfroh und inspirierend.

Weiterhin haben wir wechselnde Angebote, die auf dieser Seite veröffentlicht und bei uns erfragt werden können.

 

Hintergrund unserer Arbeit im Psychosozialen Zentrum

Die Arbeit des Psychosozialen Zentrums ist ein Teil des Beratungs- und Unterstützungsangebotes für geflüchtete Menschen in den Räumen von IBIS e.V. Es gibt eine enge Verzahnung mit unseren Berater_innen der Flüchtlings- und Migrationsberatung.

Nach einem psychosozialen Beratungsansatz zu arbeiten, heißt für uns, dass wir mit einer ganzheitlichen und systemischen Perspektive, unter Berücksichtigung der sozialen, rechtlichen und psychologischen Hintergründe der Lebenssituationen und -Perspektiven unserer Klient_innen arbeiten.

Die Begleitung von Menschen in ihren persönlich herausfordernden Lebensumständen soll durch eine informative, präventionsbewusste sowie entwicklungsfördernde Unterstützung gewährleistet werden. Dabei orientieren sich die Hilfen immer an den Bedürfnissen und Ressourcen unserer Klient_innen.

 

Zukunft des PSZ

Die Erweiterung des Psychosozialen Zentrums wird durch Projektförderungen und durch Spendenmittel ermöglicht. Die Umsetzung, die sich an der humanitären Notwendigkeit und an den Bedürfnissen der betroffenen Menschen orientiert, wird maßgeblich von dem finanziellen Rahmen bestimmt bleiben. Neben den Fördergeldern ist das PSZ von IBIS e.V. für die längerfristige Aufrechterhaltung und Sicherung unserer Angebote auf Spenden angewiesen. //ibis-ev.de/helfen/spendenformular/

Weitere Informationen (auch mehrsprachig) können Sie dem Flyer des PSZ entnehmen:

Flyer Deutsch

Flyer International

Unser Psychosoziales Zentrum wird gefördert von:

Den Empfang und die Anmeldung des Psychosozialen Zentrums finden Sie hier

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.

Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete 

Kaiserstraße 14

26122 Oldenburg

Telefon
0441 92058230

E-Mail

psz@ibis-ev.de

Persönlicher Kontakt

Dienstag:       10:00 – 13:00
Mittwoch:      10:00 – 13:00
Donnerstag:  10:00 – 13:00
Freitag:          10:00 – 13:00

Anfragen nehmen wir auch gerne per E-Mail an.

Das refukey-Projekt im Psychosozialen Zentrum

Mit einer wöchentlich stattfindenden Offenen Sprechstunde im Psychosozialen Zentrum Oldenburg ermöglicht das refuKey-Projekt einen erleichterten Zugang zur psychotherapeutischen Versorgung. Für die dort stattfindenden Gespräche stehen zwei Psychologen des NTFN e.V. zur Verfügung, die von Dolmetscher_innen unterstützt werden. Die Erstgespräche der Offenen Sprechstunde dienen dazu, den Unterstützungsbedarf festzustellen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. So können beraterisch-therapeutische Folgegespräche vereinbart oder entsprechende Gruppenangebote in Anspruch genommen werden. Neben den Psychologen des refuKey-Projekts ergänzen zwei Psychologische Psychotherapeutinnen von IBIS e.V. das Therapieangebot im PSZ. Zugleich bemüht sich das refuKey-Team um einen erleichterten Zugang zur psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Regelversorgung.

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Hinweise zur Offenen Sprechstunde im PSZ

Die Offene Sprechstunde im Psychosozialen Zentrum Oldenburg findet montags zwischen 15-17 Uhr statt und dient einem ersten Gespräch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zu diesen Zeiten stehen in der Regel Dolmetscher_innen in den Sprachen Arabisch, Farsi und Dari zur Verfügung. Dolmetscher_innen für weitere Sprachen können bei frühzeitiger Ankündigung organisiert werden. Auch die übrigen therapeutischen Angebote des refuKey-Projekts können mit Hilfe von Dolmetscher_innen in Anspruch genommen werden. Für Geflüchtete selbst entstehen dabei keine Kosten.

Empfang und Anmeldung der Offenen Sprechstunde:

PSYCHOSOZIALES ZENTRUM FÜR GEFLÜCHTETE

Kaiserstraße 14

26122 Oldenburg

Das Projekt wird gefördert von:

Medizinische Flüchtlingshilfe

Unterstützung für Migrant_innen und Asylsuchende ohne Krankenversicherung

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Um für Migrant_innen und Geflüchtete ohne Krankenversicherung einen Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen, hat IBIS e.V.  in Kooperation mit dem Klinikum Oldenburg, der Flora Apotheke in Sandkrug und mehreren Ärzt_innen, Pfleger_innen und Unterstützer_innen im Jahr 2015 eine Sprechstunde zur Medizinischen Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen.

Für eine Beratung zum Thema Gesundheitsversorgung und die Vermittlung zu Ärzt_innen gibt es eine mehrsprachige, kostenlose und anonyme Unterstützung in den Räumen von IBIS e.V. Es werden keine persönlichen Daten weitergegeben und wir unterliegen der Schweigepflicht.

Das Angebot der Medizinischen Flüchtlingshilfe

Besucher_innen der Medizinischen Flüchtlingshilfe können telefonisch bei den Berater_innen einen Termin absprechen. Unter der Tel. 0441 – 920582 20  sind wir erreichbar. Die Emailadresse lautet: gesundheit@ibis-ev.de. Projektleiterin ist Hannah Prömper.

Einen Termin brauchen Besucher_innen aber nicht unbedingt. Sie können auch in die offene Sprechstunde der Flüchtlings- und Migrationsberatung kommen. Diese ist dienstags bis freitags von 10:00 – 12:00 Uhr geöffnet. In der offenen Sprechstunde muss mit Wartezeiten gerechnet werden.

Wir verfügen über ein Netzwerk an Ärzt_innen, zu denen wir für die Behandlung von Migrant_innen und Geflüchteten ohne Krankenversicherung Kontakt aufnehmen können, um einen anonymen und unkomplizierten Zugang zu einer Behandlung möglich zu machen.

Finanzierung von Behandlungen

Zur Finanzierung von Behandlungskosten wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Wenn die Kosten für eine Behandlung nicht über eine Versicherung oder das Sozialamt gedeckt werden können, greifen wir auf einen Notfallfonds zurück. Dieser Fonds wird vor allem über Spenden finanziert.

So unterstützen Sie

Wenn Sie unterstützen möchten, dass  auch Migrant_innen und Flüchtlinge ohne Krankenversicherung Zugang zu medizinischer Versorgung bekommen und deren Behandlungen mitfinanzieren möchten, hilft uns eine Spende für den „Notfallfonds Humanitäre Sprechstunde“. Die Kontonummer lautet:

IBAN: DE49 2806 0228 4901 8990 00

BIC/SWIFT: GENODEF1OL2 bei der Raiffeisenbank Oldenburg.

Flüchtlingscafé 

Das IBIS-Flüchtlingscafé ist offen für alle interessierten Besucher_innen aus Oldenburg und Umgebung. Es ist ein Angebot, dass überwiegend von und mit Geflüchteten und Migrant_innen  gestaltet wird.

Wir laden werktags von 9:00 – 17:00 Uhr dazu ein, unser Café als erste Kontaktstelle von IBIS e.V. und Ort für ein gemütliches Treffen kennenzulernen.

In unserem Café überbrücken unsere Besucher_innen nicht nur Wartezeiten für Beratungsgespräche, sondern entspannen bei Kaffee und Tee und einer schönen Atmosphäre. Hier können sich Besucher_innen kennenlernen, bereitgestellte Bücher und Zeitschriften in verschiedenen Sprachen lesen und über den Internetzugang internationale Nachrichten verfolgen.

Es gibt wechselnde Abendveranstaltungen, die wir im Café und der im Nebengebäude befindlichen IBIS-Veranstaltungshalle organisieren. Auf das Programm weisen wir regelmäßig an unseren Informationstafeln im Café, auf Facebook und unser Webseite hin.

Gemeinsam Kochen und Essen im Flüchtlingscafé

Immer donnerstags von 14.00 – 17.00 sowie freitags von 14.00 – 18.00 Uhr wird im Flüchtlingscafé gemeinsam gekocht und gegessen. Es wird jeweils ein internationales Gericht mit und ohne Fleisch zubereitet. Das Essen ist für alle kostenlos.

Die Kosten für die Arbeit des IBIS-Flüchtlingscafés werden aus Spenden finanziert. Es besteht eine Zusammenarbeit mit der Oldenburger Tafel e.V.

Kontakt

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.

Klävemannstr. 16

26122 Oldenburg

Mail: cafe@ibis-ev.de

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag

9.00 – 17.00 Uhr

In unserem Café sind alle Oldenburger_innen herzlich willkommen!

Gute Stimmung

Ist Gesundheit teilbar?!

Kapazität, Struktur und Qualität:

Meilensteine eines ganzheitlichen Konzepts (KaSQu)

Ist Gesundheit teilbar

Seit Juni 2015 arbeiten IBIS e. V. und 12 weitere Partner zusammen mit der BAfF an einem dreijährigen Projekt, das bundesweit eine ganzheitliche Weiterentwicklung der Behandlungsangebote zum Ziel hat, diese qualitativ und strukturell verbessern und sie zahlenmäßig ausbauen will.

Hintergrund des Projektes ist, die Lücke der aktuell geringen Verfügbarkeit passender Behandlungsangebote für Geflüchtete, der eingeschränkten Zugänglichkeit zur Regelversorgung und die oftmals fehlende Expertise in der spezialisierten Behandlung u.a. in Zusammenarbeit mit DolmetscherInnen anzugehen und zu füllen.

Seit 20. Juli 2015 verpflichtet sich die BRD durch die Umsetzung der EU-Aufnahmerichtlinie, die speziellen Bedürfnisse schutzbedürftiger Asylsuchender zu identifizieren und ihnen die erforderliche Unterstützung zu gewähren. Diese Unterstützung muss bedarfsgerechte Angebote in angemessener Qualität gewähren, die verfügbar, zugänglich, erreichbar und ethisch angemessen sind.

An diesen Punkten setzt das Projekt mit der Umsetzung des übergeordneten Ziels der Weiterentwicklung psychosozialer Versorgung in Richtung bedarfsgerechter, ganzheitlicher Behandlungsangebote an.

Das Projekt wird gefördert von:

Netzwerkprojekt AMBA

Am 30.06.2015 startete das von der Europäischen Union im Rahmen des AMIF geförderte, vom Land Niedersachsen und der UNO-Flüchtlingshilfe kofinanzierte Projekt „Aufnahmemanagement und Beratung von Asylsuchenden in Niedersachsen (AMBA)“. Es wird getragen von folgenden Organisationen:

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Die Ziele

AMBA will die Aufnahmebedingungen für Asylsuchende in Niedersachsen durch eine Reihe von aufeinander abgestimmten Maßnahmen verbessern. In Kooperation mit Beratungsstellen sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen (z.B. MigrantInnenorganisationen), den kommunalen Koordinierungsstellen Migration und Teilhabe und den Dienststellen in den Erstaufnahmeeinrichtungen sorgt das Projektnetzwerk AMBA für die Gewährleistung einer bestmöglichen Aufnahme und sozialen Integration von Asylsuchenden in Niedersachsen.
AMBA arbeitet als Pilotprojekt ab Juni 2015 bis Juni 2018 in ausgewählten Regionen Niedersachsens. Eine Inanspruchnahme der miteinander vernetzten Beratungsstellen ist für alle Asylsuchenden in Niedersachsen möglich.

Die Aufgaben

  • Asylverfahrensberatung als Einzel- und Gruppenberatung unter besonderer Berücksichtigung der Situation vulnerabler Flüchtlinge (z.B. Traumatisierte)
  • Pflege eines Adressreaders zur Vermittlung von Kontakten in den Kommunen/Landkreisen
  • Betrieb eines Frauenzentrums für Asylbewerberinnen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland
  • Entwicklung von Aufnahmekonzepten für Städte und Regionen
  • Durchführung von Sprach- und Orientierungskursen
  • Qualifizierung und Fortbildung der am Aufnahmeprozess beteiligten Stellen
  • Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements sowie ehrenamtlicher Unterstützungsstrukturen
  • Information und Beratung von MultiplikatorInnen

Das Netzwerk

AMBA ist ein Netzwerkprojekt des Flüchtlingsrats Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V., der Caritasstelle im GDL Friedland / DiCV Hildesheim, der Inneren Mission / Evangelisches Hilfswerk im Grenzdurchgangslager Friedland e.V., dem Caritasverband Braunschweig e.V., dem Caritasverband für den Landkreis Peine e.V., kargah e.V. Hannover – Verein für Interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit, IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle Oldenburg e.V. sowie dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB). Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union sowie durch das Land Niedersachsen und die UNO-Flüchtlingshilfe finanziert.

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Eine Beschreibung der aktuellen Situation der Aufnahme von Geflüchteten im Bundesland Niedersachsen und daraus abgeleitete Forderungen in Richtung Politik, Verwaltung und soziale Praxis findet sich in der neuen Broschüre „Unterstützen, Beraten und Stärken. Das Netzwerk AMBA und die Aufnahme von Geflüchteten in Niedersachsen“, die hier aufrufbar ist:

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IBIS e.V. ist Kooperationspartner im

ERASMUS+ EUROPEAN TRAINING PROGRAM 2017/18

„NEW ERA – Expertises for Workers in European Refugees Assistance“

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Dieses Programm richtet sich als Weiterbildung an Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit  Flüchtlingen arbeiten. Teilnehmer_innen können sich während mehrerer Weiterbildungsseminare im Zeitraum 2017-18 in verschiedenen europäischen Ländern sowie einem begleitenden E-Learning-Unterricht weiterqualifizieren. Dazu gehören beispielsweise die Themen europäische Flüchtlingspolitik oder Flüchtlingssozialarbeit. Als Projektpartner ist IBIS e.V. aktiv an der Umsetzung und Organisation des Projekts beteiligt.

Das ERASMUS+ Projekt ist eine Kooperation von Flüchtlingsorganisationen in Italien, Spanien, Rumänien, Deutschland, Serbien und Großbritannien. Das NEW ERA Trainingsprogramm wird mit Mitteln von Erasmus+ sowie dem EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa finanziert. Erasmus+ ermöglicht es Europäer_innen im Ausland zu studieren, sich weiterzubilden, Berufserfahrung zu sammeln oder Freiwilligenarbeit zu leisten.

Projektkoordination bei IBIS: Juliane Samide

Kontakt: Tel. 0441 920582 50

Email: veranstaltung@ibis-ev.de

 Projekt Arrival City Oldenburg

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IBIS e.V. ist Mitbegründer und Kooperationspartner in der lokalen Arbeitsgruppe Arrival City der Stadt Oldenburg, die zu einem Netzwerk aus europäischen Städten gehört und im Rahmen des URBACT-Programms gefördert wird. Es wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie die 28 EU-Mitgliedsstaaten, Norwegen und die Schweiz finanziert. Hauptziel ist die Förderung einer integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung.

Begleitet durch einen internationalen Austausch mit europäischen Städten, arbeitet die AG Arrival City daran, wie Zuwanderung und Integration in Oldenburg verbessert werden kann. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Integrationskonzeptes für die Stadt, mit der eine interkulturelle Gemeinschaft, ein Klima aus gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz vorangebracht werden kann. Außerdem soll das Konzept konkrete Maßnahmen enthalten, mit dem wichtigen Herausforderungen, wie der Sprachförderung begegnet werden kann. Die AG Arrival City initiiert einen breiten Bürgerbeteiligungsprozess und vertritt Oldenburg im internationalen Austausch mit den Partnerstädten. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Flüchtlingen wie die Versorgung mit Wohnraum oder Integration in den Arbeitsmarkt steht für IBIS e.V. bei der Ausarbeitung eines neuen Integrationskonzeptes besonders im Vordergrund.

Zum Netzwerk Arrival Cities gehören die Städte:

  • Amadora (Portugal)
  • Riga (Lettland)
  • Roquetas de Mar (Spanien)
  • Val de Marne (Frankreich)
  • Vantaa (Finnland)
  • Thessaloniki (Griechenland)
  • Messina (Italien)
  • Oldenburg (Deutschland)
  • Technische Universität Dresden (Deutschland)

Weitere Informationen zur AG Arrival City gibt es auf der Homepage der Stadt Oldenburg.

Ansprechperson für das Projekt bei IBIS e.V. ist Juliane Samide.

Kontakt: Tel. 0441 920582 50  Email: veranstaltung@ibis-ev.de

Interview mit Dr. Jens Ilse (IBIS) und Dr. Natalia Petrillio

(Stabsstelle Integration Stadt Oldenburg)

24 Oktober 2016

jens+frau

„Es wurde bereits ein Wandel in der Stadt angestoßen“

Interview mit Dr. Natalia Petrillo und Dr. Jens Ilse aus Oldenburg zum URBACT-Netzwerk „ARRIVAL CITIES“

Wie können Städte Zuwanderung und Integration besser organisieren? Darum geht es beim URBACT-Netzwerk ARRIVAL CITIES. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie Integration in den Kommunen langfristig sichergestellt werden kann: Wie gelingt es den Städten, eine Gemeinschaft zu entwickeln, in der gegenseitige Toleranz und Akzeptanz gelebt werden? Dr. Natalia Petrillo ist Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg, die als Netzwerkpartner an ARRIVAL CITIES teilnimmt. Dr. Jens Ilse, Bildungsreferent bei IBIS (Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V.) ist Mitglied der Lokalen URBACT Gruppe, die in Oldenburg im Rahmen von ARRIVAL CITIES eingerichtet wurde. Beide berichten im Interview, mit welchen Herausforderungen ihre Stadt im Bereich Integration zu kämpfen hat und was sie sich von der Teilnahme an ARRIVAL CITIES erwarten.

Was sind die lokalen Herausforderungen, mit denen die Stadt Oldenburg im Rahmen von ARRIVAL CITIES umgehen will?

Petrillo: Wir möchten die bestehende Integrationsarbeit fortführen und Oldenburg als eine weltoffene Stadt weiterentwickeln – eine Stadt, in der sich alle gegenseitig respektieren und das Anderssein seinen Platz findet. In Schlagworten gesagt, geht es um Integration, Migration und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit einem Schwerpunkt auf Flüchtlingsintegration. Unser jetziges Integrationskonzept ist von 2010 und soll an die aktuellen Herausforderungen angepasst werden. Deshalb wollen wir konkrete, umsetzbare Maßnahmen entwickeln, wie Oldenburg eine Stadt für alle werden kann. Zudem ist eine Problemanalyse in Form eines Integrations-Monitorings in verschiedenen Themenfeldern geplant. Wichtig sind uns auch Indikatoren, um Integrationserfolg und -bedarfe sichtbar zu machen. Mit ARRIVAL CITIES wollen wir einen partizipativen Prozess anstoßen, indem wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Politik aber auch der Zivilgesellschaft das Integrationskonzept auf den neusten Stand bringen.

Ilse: Ziel ist auch, dass die Bevölkerung die Integrationsbestrebungen weiterhin mitträgt und die Flüchtlinge als Nachbarn akzeptiert. Zudem ist die Flüchtlingsthematik momentan ein drängendes Problem: Es fehlt noch immer an Wohnraum, Geld, Arbeit und psychosozialer Beratung für die Menschen. Deshalb ist es wirklich gut, wenn die Stadt, neben ihren bisherigen Bemühungen, die Flüchtlingsdebatte öffnet.

Wer ist Mitglied in Ihrer Lokalen URBACT-Gruppe (ULG) und welche Maßnahmen haben Sie bislang umgesetzt?

Ilse: Die ULG wurde Anfang 2016 gegründet und wir treffen uns regelmäßig. Bislang sind wir sechs Partner: Eine Gesamtschule, das Yezidische Forum, das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, die interkulturelle Arbeitsstelle IBIS, bei der ich arbeite, die Stadt Oldenburg und ein Stadtteiltreff. Am 12. September 2016 gab es in Oldenburg ein Auftakttreffen mit den Bürgern für die Erarbeitung unseres neuen Integrationskonzeptes. Im Rahmen dessen wurde die Lokale Gruppe dann noch erweitert. Außerdem ist es geplant, innerhalb der ULG vier Unterarbeitsgruppen zu den Themen „Integration und Arbeitsmarkt“, „Sprache“, „Wohnen“ und „Interkulturelles Lernen/Schule“ zu etablieren. Möglich wären auch weitere AGs, z. B. zu Gesundheit oder Kultur.

Petrillo: Die Mitglieder der ULG haben vorher nicht in dieser Form zusammen gearbeitet, einige kooperierten aber bereits miteinander. Am Anfang standen wir unter großem Zeitdruck. Deshalb ist die Gruppe jetzt auch noch relativ klein. Angestrebt ist es allerdings, noch weitere Institutionen ins Boot zu holen.

Was sind die nächsten geplanten Maßnahmen?

Petrillo: Wir wollen eine Lenkungsgruppe für die ULG bilden und innerhalb der Unter-AGs verschiedene Workshops durchführen. Es ist auch eine externe Begleitung und Moderation der Lokalen URBACT-Gruppe durch die Bertelsmann Stiftung geplant, um den Prozess professionell zu gestalten. Da bietet sich die Bertelsmann Stiftung an, denn Oldenburg ist auch eine Pilotkommune bei deren Projekt „Ankommen in Deutschland“. Im Rahmen dessen wird unter anderem ein „Modulkoffer“ für Kommunen und Gemeinden zu verschiedenen Themen der Integration entwickelt. Dazu trägt die Stadt Oldenburg aktiv bei. Zudem können wir auch von guten Praxisbeispielen anderer beteiligter Kommunen etwas lernen.

Gibt es schon Ergebnisse Ihrer bisherigen Arbeit im Rahmen von URBACT?

Ilse: Wir haben den Eindruck, dass das ARRIVAL CITIES-Projekt bereits jetzt in unserer Stadt einen Wandel bewirkt. Die ULG bringt Akteure und Gruppen an einen Tisch, die vorher kaum mit ihren Perspektiven in einen Dialog getreten sind, um gemeinsam über Willkommenskultur und neue Konzepte nachzudenken. Und die beteiligten Bürger können etwas weiterentwickeln, was sie wirklich aus Eigeninitiative machen.

Petrillo: Ja, viele aktive Bürgerinnen und Bürgern begrüßen diese Initiative und möchten sich einbringen. Das freut uns sehr und motiviert uns, diesen Prozess gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit voranzubringen.

Quelle: URBACT

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