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Friesland

Seit dem Jahr 2016 befindet sich auch in Sande im Landkreis Friesland eine Außenstelle von IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE-Bundesprogramm) 

im Landkreis Friesland

Worum geht es?

Wenn zugewanderte Menschen hier in Deutschland ein neues Leben beginnen möchten, haben sie oftmals Fragen über Fragen zu ihrer persönlichen Zukunft: Darf ich mit meiner Ausbildung in Deutschland arbeiten? Wo kann ich die ggf. nötigen Bildungsabschlüsse nachholen? Wie funktioniert das Schulsystem? Wie bewältige ich den Alltag? Welche Rechte und Pflichten habe ich? Und noch viele weitere.

Um diesen Menschen unterstützend zur Seite zu stehen, sind wir als Mitgliedsorganisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes eine von bundesweit ca. 600 Einrichtungen, die kostenlose Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) anbietet.

Die MBE leistet einen wichtigen Beitrag für eine ökonomische, soziale, kulturelle und politische Teilhabe.

Rechtlicher Hintergrund

Das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) haben im Jahr 2004 das „Konzept für die Migrations-erstberatung (MBE)“ entwickelt. Zum 1. März 2010 wurden vom Bundesinnenministerium die Förderrichtlinien für die MBE erlassen, die nun neue Geschäftsgrundlage der MBE sind. Rechtsgrundlage bildet das Aufenthaltsgesetz § 75, Nr. 9 und § 45, Satz1.

Übrigens gibt es die Migrationsberatung schon sehr lange. Bereits in den 1960er Jahren begann sie in Form der Ausländersozialberatung und der Aussiedlerberatung. Mit der Einführung des Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2005 wurde die zielgruppenübergreifende Migrationsberatung ins Leben gerufen. 2009 erfolgte die Namensänderung von „Migrationserstberatung“ in „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“. Dadurch wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass sehr viele Teilnehmer_innen der Integrationskurse bereits länger als drei Jahre in Deutschland leben.

Wer kann zu uns in die MBE kommen?

Die Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) richtet sich an Zuwanderer ab 27 Jahre und deren Familien. Zu dieser Gruppe gehören:

  • Neuzuwanderer
  • EU-Bürger_innen und ihre Familienangehörigen
  • Drittstaatsangehörige
  • Flüchtlinge mit Aufenthaltsperspektive
  • Aussiedler_innen
  • Zuwanderer im Rahmen der nachholenden Integration

Wir beraten Männer und Frauen der verschiedensten Nationalitäten und religionsunabhängig. Nicht selten sind die Menschen aus Kriegs- oder Krisengebieten geflüchtet. Viele befinden sich in starken sozialen und wirtschaftlichen Notlagen.

Was bieten wir konkret an?

Wir stehen den Menschen während ihrer Integration in Deutschland für maximal drei Jahre zur Seite, im Bedarfsfall auch darüber hinaus. Der Integrationsprozess kann vor, während und auch nach dem Integrationskurs von der MBE gesteuert und individuell begleitet werden. Ziel ist das selbstständige Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens. Dabei erhalten die Zugewanderten von uns konkrete Unterstützung für fast alle Lebensbereiche:

  • Deutsch- und Integrationskurse
  • Kinderbetreuung während der Integrationskurse
  • Sozialpädagogischer Betreuungsbedarf
  • Umgang mit Ämtern, Behörden und anderen Institutionen
  • Integration in Arbeit und Ausbildung, Anerkennung von Abschlüssen
  • Erarbeitung von Lebensperspektiven
  • Gesundheitssorge
  • Vermittlung an andere Fachdienste und Beratungsstellen
  • Aufenthalts- und sozialrechtliche Fragen, Antragstellungen
  • Wohnraum
  • Schule und Kindergarten
  • Alltag und Freizeit
  • Und vieles mehr…

Wie setzen wir unsere Aufgabe um?

 Um möglichst viele Zuwanderer zu erreichen, strebt die MBE eine enge Zusammenarbeit mit Behörden, Fachdiensten, Regeldiensten und Bildungsein-richtungen an (Ausländerbehörde, Jobcenter, ARGEn, Gesundheitsamt, Jugendamt, Integrationskursträger u. a.). Idealerweise werden Kooperationen geschlossen.

Grundsätzlich werden von der MBE zu allen Themen auch Kurzberatungen, die sogenannte situationsbezogene Einzelfallhilfe, durchgeführt. Unser Schwer-punkt liegt jedoch in der systematischen Integrationsbegleitung auf der Grundlage eines „Case-Management-Verfahrens“. Dies bedeutet, dass mit der Klientin oder dem Klienten zu Beginn der Beratung ein sogenanntes Sondierungsgespräch geführt wird, um den Beratungsbedarf zu ermitteln. In weiteren Sitzungen werden dann eine Sozial- und Kompetenzanalyse und ein individueller Förderplan erstellt. Dieser Förderplan ist eine Integrations-vereinbarung, in der die Förderziele und die konkreten Handlungsschritte, sowie deren zeitliche Umsetzung, ggf. unter der Hinzuziehung weiterer Kooperationspartner, geplant und dokumentiert werden. Wichtige Aspekte sind die Stärkung der Selbsthilfepotentiale und die Kompetenz zur Problemlösung. Die MBE führt die Klientinnen und Klienten an das Beratungsangebot der so genannten Regeldienste heran.

Und was macht die MBE noch?

  • Mitarbeit in kommunalen Netzwerken zur Förderung eines bedarfsgerechten Integrationsangebotes
  • Mitwirkung bei der interkulturellen Öffnung der Regeldienste und Verwaltungsbehörden
  • Gute Vernetzung mit lokalen Institutionen und örtlichen, regionalen wie überregionalen Organisationen, Initiativen und Angeboten. Dadurch wird der Integrationsprozess beschleunigt und ein hilfreicher kontinuierlicher Austausch ermöglicht
  • Aktive Öffentlichkeitsarbeit

Wie sind wir zu erreichen?

Der Landkreis Friesland erstreckt sich über 607,91 Quadratkilometer. Der nördliche Teil schließt die Insel Wangerooge, die Gemeinde Wangerland, die Stadt Jever, die Stadt Schortens und die Gemeinde Sande ein. Der südliche Teil besteht aus der Stadt Varel und den Gemeinden Zetel und Bockhorn.
Um möglichst vielen Zugewanderten die Möglichkeit zu geben, die MBE zu nutzen, haben wir jeweils in Sande und Varel folgende offene Beratungszeiten eingerichtet:

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.

Am Markt 4

26452 Sande

 

 

 

Anfragen und Terminvereinbarungen

Petra Maschmann

Telefon
04422 / 6013603
Mobil
0176 / 21438483
E-Mail
friesland@ibis-ev.de

Sprechzeiten:

Montags:

Am Markt 4, 26452 Sande

13.30 bis 15.30 Uhr

Mittwochs:

Schlossstraße 2, im Integrationscafé, 26316 Varel

11.00 bis 15.00 Uhr

Es können jederzeit auch außerhalb der offenen Beratungszeiten Termine vereinbart werden. Gerne besuchen unsere Beraterinnen ihre Klient_innen auf Wunsch auch vor Ort auf – im gesamten Landkreis Friesland.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Ihre E-Mail oder Ihren Anruf!

Deutschkurse 

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V. ist vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Integrationskursträger anerkannt.

Wir haben in 26452 Sande, Am Markt 4 ein Integrationsbüro für den Landkreis Friesland eingerichtet und bieten Deutschkurse im Sinne der Integrationskursverordnung einschließlich der offiziellen Prüfungen „Deutsch-Test für Zuwanderer“ und „Leben in Deutschland“ an.

IBIS e.V. bietet Ihnen

Unterricht in hoher Qualität und kostenlose Beratung bei der Anmeldung und überdurchschnittlich gute Prüfungsergebnisse

Gute Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Integration – nur wer sich verständigen kann, kann sich frei und selbstständig bewegen.

Laufendes Kursangebot

Hier können Sie einen passenden Kurs aus unserem laufenden Angebot wählen: Wir starten regelmäßig neue Integrationskurse, sowohl allgemeine Integrationskurse als auch Integrationskurse mit Alphabetisierung. 2017 sind noch weitere Kursstarts vorgesehen.

Kursnr.KursartModulBeginnUhrzeitOrtKooperation
K 144Integrationskurs mit AlphabetisierungM 621.02.201814.00 - 17.15Lange Str. 29, VarelArbeit und Leben
K 149Integrationskurs mit AlphabetisierungM 609.03.20189.00 - 12.15Lange Straße 29, VarelArbeit und Leben
K 150Allgemeiner IntegrationskursM 604.04.20189.00 - 12.15Bürgermeister-Heidenreich-Str. 11b, VarelArbeit und Leben
K 152Integrationskurs mit AlphabetisierungM 507.03.20188.45 - 12.00Alter Markt 14, JeverArbeit und Leben
K 156Allgemeiner IntergrationskursM 505.03.20188.50 - 12.05Hauptstraße 43, SandeArbeit und Leben
K 157Integrationskurs mit AlphabetisierungM 506.03.201813.15 - 16.30Alter Markt 14, JeverArbeit und Leben
K 161Allgemeiner IntegrationskursM 622.03.201814.00 - 17.15Bürgermeister-Heidenreich-Str. 11b, VarelArbeit und Leben
K 163Allgemeiner Integrationskurs Aufbaukurs/WiederholerM 6/919.03.201814.00 - 17.15Hauptstraße 43, SandeArbeit und Leben
K 168Integrationskurs mit Alphabetisierung / WiederholerM 8/1119.03.20189.00 - 12.15Weserstraße 1, Bürgerhaus SchortensArbeit und Leben
K 169Integrationskurs mit Alphabetisierung / WiederholerM 7/1020.02.20189.30 - 12.45Kirchenstraße 1, VarelArbeit und Leben
FFL-8Flüchtlingskurs binnendifferenziert A1 / A2/ B1A1 / A2 / B126.02.201814.00 - 17.15Waisenhausstr. 19, VarelArbeit und Leben
BDS002-17Deutsch für den Beruf B2 (400 UE berufsbezogene Deutschsprachförderung)Voraussetzung: fortgeschrittene Sprachkenntnisse B107.11.201714.00 - 17.15Hauptstraße 43, SandeArbeit und Leben
BDS001-18Deutsch für den Beruf B2 (400 UE berufsbezogene Deutschsprachförderung)Voraussetzung: fortgeschrittene Sprachkenntnisse B107.03 201814.00 - 17.15Bürgermeister-Heidenreich-Str. 11b, VarelArbeit und Leben
Integrationskurs mit Alphabetisierung mit KiBe-MöglichkeitM 19.00 - 12.15Bürgermeister-Heidenreich-Str. 11b, VarelArbeit und Leben
Allgemeiner Integrationskurs mit KiBe-MöglichkeitM 19.00 - 12.15Bürgermeister-Heidenreich-Str. 11b, VarelArbeit und Leben
Allgemeiner Integrationskurs Aufbaukurs/WiederholerM 4/79.00 - 12.15Hauptstraße 43, SandeArbeit und Leben
Deutsch für den Beruf C1Voraussetzung: fortgeschrittene Sprachkenntnisse B214.00 -17.15Hauptstraße 43, SandeArbeit und Leben

Integrationskurse

bieten wir im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge an, konzipiert und aktualisiert nach den Vorgaben des Zuwanderungsgesetzes von 2005.
Der allgemeine Integrationskurs besteht aus zwei Teilen:

a) einem Sprachkurs mit 600 UE (eine Unterrichtseinheit UE dauert 45 Minuten) und

b) dem im Anschluss folgenden Orientierungskurs mit 100 UE.

Beide Kursteile werden mit je einer Prüfung abgeschlossen.Im Sprachunterricht lernen die Teilnehmenden die deutsche Sprache bis zu dem Niveau B1 des GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen). Der Sprachkurs wird mit dem „Deutsch-Test für Zuwanderer“ abgeschlossen.Der Orientierungskurs (weitere Informationen siehe unten) endet mit dem Test „Leben in Deutschland“.

Wenn beide Teile erfolgreich bestanden werden, erhalten die Teilnehmenden das „Zertifikat Integrationskurs“IBIS e.V. bietet außerdem spezielle Integrationskurse an, die 900 UE Sprachvermittlung und 100 UE Orientierungskurs umfassen, wie z.B. Integrationskurse mit Alphabetisierung, Jugendintegrationskurse. Unsere Sprachkurse sind thematisch nahe am Lebensalltag orientiert. Unter anderem lernen die Teilnehmenden Gespräche zu führen und auch Briefe auf Deutsch zu schreiben. Das hilft dabei, große und kleine Hindernisse zu bewältigen (z.B. Besuche bei Ämtern, Ärzten, Banken) und erleichtert ihnen Land und Leute besser zu verstehen. Alle Kurse werden vom Bundesamt für Migration gefördert.

Das „Zertifikat Integrationskurs“

bringt den Teilnehmenden neben den guten Sprachkenntnissen noch weitere Vorteile:es eröffnet ihnen die Möglichkeit für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis und wird für eine Einbürgerung benötigt.

Orientierungskurse

Wenn Menschen miteinander leben möchten, reicht oft allein eine gemeinsame Sprache nicht aus. Welche Geschichte hat Deutschland und seine Menschen? Welche Rechte und Pflichten habe ich? Welche Regeln gelten für alle Menschen in Deutschland? Was bedeutet Politik für mich und wie kann ich im Alltag an Entscheidungen mitwirken? Im Orientierungskurs vermitteln wir unter anderem Wissen zu den Themen Verfassungsprinzipien, Staatsaufbau, Grundrechte und staatsbürgerliche Pflichten, deutsche Geschichte, religiöse und kulturelle Vielfalt, Menschenbild und Zusammenleben in Deutschland. Auch der Orientierungskurs fördert die Integration und gesellschaftliche Teilhabe und erleichtert den Teilnehmenden die Identifikation mit der neuen Heimat.

Deutsch für den Beruf

IBIS e.V. verfügt über die Berechtigung zur Durchführung der berufsbezogenen Deutschsprachförderung  und bietet diese Kurse auch im Landkreis Friesland an. Die berufsbezogene Deutschsprachförderung wird vom BAMF umgesetzt und baut direkt auf den Integrationskursen auf. In Integrationskursen lernen Zugewanderte die allgemeine deutsche Sprache. In den daran anschließenden berufsbezogenen Sprach- und Weiterqualifizierungskursen werden die Teilnehmenden für weitere Schritte der Integration sprachlich auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorbereitet. Dadurch verbessern sich ihre Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz, sie können leichter Fuß fassen und im Berufsleben bestehen.

Die Berufssprachkurse (in der Regel je 300 UE) dienen der Erreichung:

1.   des Sprachniveaus B2, ausgehend vom Niveau B1 oder

2.   des Sprachniveaus C1, ausgehend vom Niveau B2

3.   des Sprachniveaus C2, ausgehend vom Niveau C1

Kurse für Geflüchtete

In Kooperation mit Landeseinrichtungen der Erwachsenenbildung und mit Unterstützung des Landes Niedersachsen führt IBIS e.V. auch Deutschkurse für Flüchtlinge ohne Berechtigung zur Teilnahme am Integrationskurs durch.

Alle Integrationskurse finden in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) statt.

Ansprechpartner_innen

 

Sieglinde Leferink
Stephan Höpken
Mhabad Abdulla
Marc Schmitz
Irena Buchmiller

 

 

 

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.

Am Markt 4
26452 Sande

Telefon
04422 / 601360 – 0
E-Mail
deutsch.friesland@ibis-ev.de

Sprechzeiten

Montag:        09:00-13:00 + 14:00-17:00
Dienstag:      09:00-13:00 + 14:00-17:00
Mittwoch:     09:00-13:00
Donnerstag: 09:00-13:00 + 14:00-17:00
Freitag:          09:00-13:00

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